Spritze

Ist es also doch passiert – die Debatte über Impfungen, ihre Notwendigkeit und die sogenannten Nebenwirkungen ist im Lauf der letzten Woche auch in Deutschland eingeschlagen. Aus englischsprachigen Podcasts kenne ich schon lange den hysterischen Ton, den die Allesglauber unter den Eltern und Prominenten anschlagen, wenn sie die Gefährlichkeit etwaiger Nebenwirkungen übertreiben und sogar Impfstoffe für Autismus verantwortlich machen. Nur aus Deutschland kannte ich das gar nicht (und den Quatsch mit dem Autismus habe ich auch jetzt nicht gehört).

Ich bin ja noch mit der Philosophie aufgewachsen, dass man als Kind alle üblichen Kinderkrankheiten durchmachen müsse, und dann sei man immun. Eltern haben ihre Kinder zu anderen Kindern geschickt, damit sie sich bei diesen anstecken und das hinter sich bringen konnten. Als ich dreißig Jahre später hörte, dass das heute üblich ist und die Masern in einigen Ländern durch Impfungen schon fast als ausgerottet galten, hat mich das entsprechend überrascht. Hatte ich als Kinderloser gar nicht mitgekriegt.

Aber nur weil etwas früher als unnötig erschien, muss es jetzt keine schlechte Idee sein. Ich weiß nicht, ob es gleich eine Impfpflicht sein muss – immerhin sind wir in Deutschland ziemlich nah dran an den 95% geimpfter Kinder, ab denen die Herdenimmunität greift – oder ob es mit weiterer Aufklärung getan ist. Ich weiß nur: Wenn Krankheiten so leicht einzudämmen sind, ist jede Anstrengung, die jemand unternimmt, um das zu verhindern, unverantwortlich.

Aber immerhin: ein Fressen für uns Comiczeichner.

Dieser Cartoon ist übrigens auch als Download bei toonpool erhältlich.


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