Hauptsache locker

War doch klar: Kaum sind die ersten Nicht-Lebensmittel-Läden offen, pochen plötzlich alle anderen Institutionen darauf, wie systemrelevant sie doch auch sind. Die Wirtschaft ja sowieso (deren Lobbyisten müssen sich in den letzten Wochen ja ganz vergessen vorgekommen sein), die Bundesliga, die Kirchen… Und die Politik hört natürlich hin, denn Stimmungen lesen kann sie immer noch besser als auf die ständig wechselnden wissenschaftlichen Forschungsstände hören.

Ich freue mich ja, dass seit einigen Wochen auch Comic- und Plattenläden offen haben und ich sie unterstützen kann (oder könnte, wenn ich es mehr als fünf Minuten mit so ’ner Maske aushalten würde). Gerade die kleinen Läden können sich ja nun wirklich keine großen Auszeiten leisten. Aber ich kriege den Eindruck, dass den Leuten, die ich auf der Straße sehe, nach dem ganzen Hin und Her zunehmend egal zu sein scheint, wie viel Abstand das nun genau ist, den sie da halten. Da wünsche ich mir ein bisschen die strengeren Regeln zurück.

Ich habe natürlich gut reden, weil Zuhause Bleiben und Abstand zu Leuten Halten eh zwei meiner Hobbies sind, aber die ursprünglichen Abstandsregeln hatten auch für andere zumindest den Vorteil, dass sie einfach und nachvollziehbar waren. Oder was meint Ihr?


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